Natur in den Ardennen
Die Ardennen sind bekannt für ihre ausgedehnten Wälder, tiefen Täler und raue Natur, doch das bedeutet nicht, dass sie für Rollstuhlfahrer unerreichbar sind. Diese zweitägige Route führt Sie zu vier bemerkenswerten Orten in den Provinzen Namur und Lüttich, wo Natur und Kultur zusammentreffen, jeweils mit durchdachten Einrichtungen für Besucher mit eingeschränkter Mobilität. Das Gelände ist hügeliger als in Flandern, aber die ausgewählten Standorte bieten befestigte oder angepasste Wege, die die Ardenner Natur für alle zugänglich machen.
Beginnen Sie im Domaine de Chevetogne, einem weitläufigen Provinzpark mit verschiedenen Themengärten und Spielbereichen. Das Gelände verfügt über Kilometer befestigter Spazierwege, die durch Wälder führen, an Teichen entlang und durch blumenreiche Gärten. Angepasste Parkplätze sind an jedem Eingang vorhanden, barrierefreie Toiletten sind über das Gelände verteilt, und einige Wege wurden speziell für Rollstuhlfahrer angelegt. Fahren Sie anschließend zum Hohen Venn, dem höchsten Punkt Belgiens. Der Bohlensteg bei Trientale ist ein einzigartiger Holzpfad, der quer durch die Hochmoorlandschaft führt. Dieser Holzweg ist flach und breit genug für einen Rollstuhl, sodass Sie die weite Aussicht über das Moor genießen können, ohne dass das Gelände ein Hindernis darstellt. Achtung: Der Pfad kann bei nassem Wetter rutschig sein, wählen Sie daher einen trockenen Tag.
Am zweiten Tag besuchen Sie den Parc Chlorophylle in Manhay, einen Waldpark, der Besucher in die Baumwipfel führt. Der Park verfügt über einen barrierefreien Höhenparcours über breite, gesicherte Laufstege, die mit einem Aufzug erreichbar sind. Unterwegs erfahren Sie anhand interaktiver Tafeln mehr über das Waldökosystem. Die Hauptwege am Boden sind ebenfalls befestigt und rollstuhlzugänglich. Beenden Sie die Route im Préhistomuseum in Flémalle, einem archäologischen Freilichtpark, in dem Sie die Vorgeschichte buchstäblich berühren können. Das Museum verbindet Außenparcours mit überdachten Ausstellungen. Die befestigten Wege führen an Rekonstruktionen prähistorischer Behausungen vorbei, und das Hauptgebäude ist vollständig barrierefrei mit Aufzug und angepassten Toiletten.
Praktische Tipps: Ein Auto wird für diese Route dringend empfohlen, da die Standorte über die Ardennen verteilt sind. Das Gelände ist hügeliger als anderswo in Belgien, aber die ausgewählten Wege wurden sorgfältig auf Barrierefreiheit geprüft. Buchen Sie Ihre Unterkunft im Voraus, zum Beispiel in einem barrierefreien Hotel in Durbuy oder Marche-en-Famenne. Nehmen Sie ausreichend Wasser und eine zusätzliche Kleidungsschicht mit, da das Wetter in den Ardennen schnell umschlagen kann, besonders auf dem Hohen Venn.