Kuste & Meer — Entdecken Sie die barrierefreien Attraktionen entlang der belgischen Kuste, von einer napoleonischen Festung bis zu einem maritimen Themenpark.
Kuste & Meer
Routen Einfach

Kuste & Meer

Die belgische Kuste bietet weit mehr als Strand und Meer. Auf einem Streifen von kaum siebzig Kilometern findet man eine uberraschende Mischung aus Geschichte, Kunst und Natur, und die gute Nachricht ist, dass viele dieser Attraktionen fur Rollstuhlfahrer gut zuganglich sind. Diese Route verbindet vier bemerkenswerte Standorte zwischen Ostende und Zeebrugge, die Sie an ein oder zwei Tagen besuchen konnen. Die Kusttram (Kustenstrassenbahn), die die gesamte Kustenlinie bedient, ist ein hervorragendes Verkehrsmittel: Die neueren Bahnen sind mit Niederflureinstieg und Rollstuhlplatzen ausgestattet.

Beginnen Sie Ihre Route in Ostende am Fort Napoleon, einer beeindruckenden Festung aus dem neunzehnten Jahrhundert, die Napoleon zum Schutz des Hafens errichten liess. Das Fort wurde grundlich restauriert und in ein Besucherzentrum mit Ausstellungen zur Militargeschichte der Kuste umgewandelt. Der Zugang ist ebenerdig und die Hauptraume sind rollstuhlgerecht. Die Lage am Rand der Dunen bietet einen wunderschonen Blick uber den Strand. Fahren Sie anschliessend ins Zentrum von Ostende, um Mu.ZEE zu besuchen, das Museum fur moderne und zeitgenossische Kunst am Meer. Das Museum, untergebracht in einem ehemaligen Kaufhaus, verfugt uber Aufzuge zu allen Etagen und geraumige, lichtdurchflutete Ausstellungssale. Die Sammlung umfasst Werke belgischer Meister wie James Ensor, Leon Spilliaert und Raoul De Keyser.

Nach Ostende nehmen Sie die Kusttram Richtung Zeebrugge zu Seafront, dem maritimen Themenpark am Hafen. Hier entdecken Sie die Welt des Meeres durch interaktive Ausstellungen, ein russisches U-Boot und ein Feuerschiff. Der Park ist weitgehend rollstuhlgerecht, mit befestigten Wegen und behindertengerechten Toiletten. Erkundigen Sie sich an der Kasse nach moglichen Einschrankungen beim U-Boot, da der enge Durchgang eine Herausforderung darstellen kann.

Beenden Sie Ihre Kustenroute bei Raversyde, dem Freilichtmuseum westlich von Ostende mit einer einzigartigen Sammlung von Bunkern und Stellungen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Das Gelande liegt in den Dunen und ein Teil der Wege ist befestigt und zuganglich, aber einige Bunker sind aufgrund von Treppen und engen Eingangen schwer mit dem Rollstuhl erreichbar. Der oberirdische Bereich und das Besucherzentrum sind jedoch gut zuganglich. Praktische Tipps: Beachten Sie den Wind an der Kuste, besonders im Herbst und Winter. Die Strandpromenade von Ostende ist breit und flach, ideal zum Rollen. Behindertenparkplatze sind an allen vier Standorten vorhanden. Nehmen Sie eine warme Jacke mit, denn die Meeresbrise kann selbst an sonnigen Tagen frisch sein.