Grenzzentrum Welkenraedt
Das Grenzzentrum in Welkenraedt erzählt die bewegte Geschichte einer Gemeinde, die einst einen wichtigen Grenzposten zwischen Preußen, Belgien und dem neutralen Staat Moresnet bildete. Die Ausstellung behandelt Schmuggelpraktiken, die beiden Weltkriege, die französisch-deutschen Migrationsströme und die besondere Mehrsprachigkeit dieser Region. Wer sich für die komplexe Geschichte der belgischen Ostkantone und des Dreiländerecks interessiert, findet hier ein wesentliches kleines Museum.
Das Grenzzentrum wurde in einem renovierten ehemaligen Bahnhofsgebäude eingerichtet und ist vollständig schwellenfrei. Der Haupteingang verfügt über automatische Türen und einen ebenen Anschluss an den Gehweg. Drinnen findet man einen geräumigen Ausstellungssaal im Erdgeschoss mit angepassten interaktiven Bildschirmen in verschiedenen Höhen. Die Audioguides sind auf Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch verfügbar und auch für Menschen mit motorischen Einschränkungen geeignet.
Eine angepasste Toilette befindet sich neben der Rezeption. Der Museumsshop ist vollständig eben und bietet Bücher zur Lokalgeschichte, Schmugglergeschichten und regionale Produkte. Am Zentrum liegt ein kleiner Parkplatz mit zwei reservierten Behindertenparkplätzen direkt neben dem Haupteingang. Der hundert Meter entfernte Bahnhof Welkenraedt ist ebenfalls rollstuhlgerecht mit Aufzug und angepassten Bahnsteigen ausgestattet.
Ein Besuch des Grenzzentrums ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Entdeckungstour durch den Osten Belgiens. Verbinden Sie ihn mit einem Ausflug nach Eupen, einem Besuch des Dreiländerecks bei Vaals (wo der barrierefreie Aussichtsturm einen Blick auf drei Länder bietet) oder einer Wanderung im Hertogenwald. Für Liebhaber regionaler Produkte ist der jährliche Markt in Welkenraedt mit seinem ebenen Marktplatz empfehlenswert.