Ostkantone: Natur und Kultur
Routen Mittel

Ostkantone: Natur und Kultur

Die belgischen Ostkantone bilden ein einzigartiges mehrsprachiges Gebiet, in dem deutschsprachige Kultur, beeindruckende Natur und industrielles Erbe zusammenkommen. Diese zweitägige Tour verbindet den höchsten Punkt Belgiens mit dem moorigen Hohen Venn, einer spektakulären Staumauer, zeitgenössischer Kunst und der Geschichte von Malmedy. Viele Wege sind für Rollstuhlfahrer angepasst, allerdings ist angesichts des hügeligen Geländes eine gewisse Planung empfehlenswert.

Beginnen Sie den ersten Tag am Signal de Botrange, dem höchsten Punkt Belgiens auf 694 Metern, mit einer zugänglichen Aussichtsplattform und einem brandneuen Besucherzentrum. Der hölzerne Bohlenweg durch das Hohe Venn rund um Trientale ist vollständig rollstuhlfreundlich und bietet ein außergewöhnliches Erlebnis der Hochmoorflora. Fahren Sie anschließend zur Barrage de la Gileppe mit ihrer imposanten Löwenstatue; der Aussichtsturm ist über einen Aufzug erreichbar und das Besucherzentrum ist zugänglich.

Der zweite Tag steht im Zeichen der Kultur. Besuchen Sie in Eupen das IKOB Museum für zeitgenössische Kunst, untergebracht in einem schwellenlosen modernen Komplex mit einer hervorragenden Sammlung und wechselnden Ausstellungen. Schließen Sie in Malmedy beim Malmundarium ab, das in einer ehemaligen Abtei untergebracht ist und die Geschichte der Papierherstellung, Gerberei und des Karnevals zusammenführt. Das Gebäude ist mit Aufzügen und behindertengerechten Sanitäranlagen vollständig zugänglich.

Praktische Tipps: Übernachten Sie in Eupen, Spa oder Malmedy, wo verschiedene zugängliche Hotels zu finden sind. Die Ostkantone sind zweisprachig deutsch-französisch, doch das Personal spricht oft auch Niederländisch. Das Wetter im Hochmoor kann schnell umschlagen: Nehmen Sie auch im Sommer warme Kleidung mit. Behindertenparkplätze sind an allen Standorten vorhanden, und an der Botrange können vor Ort elektrische Mobilitätsroller für den Naturpfad gemietet werden.