Bois du Cazier
Le Bois du Cazier ist ein ehemaliges Kohlebergwerk in Marcinelle bei Charleroi, das seit 2012 zum UNESCO-Welterbe gehört. Die Stätte erinnert an die Grubenkatastrophe vom 8. August 1956, bei der 262 Bergleute ums Leben kamen. Heute beherbergt sie drei Museen: das Museum der Industrie, das Glasmuseum und das Kohlemuseum, sowie einen Gedenkraum und Abraumhalden, die die industrielle Vergangenheit Walloniens greifbar machen.
Die Barrierefreiheit im Bois du Cazier ist gut. Das Gelände und die Museumsräume sind rollstuhlgerecht, mit angepassten Zugangswegen und Aufzügen, wo nötig. Behindertenparkplätze stehen in der Nähe des Eingangs zur Verfügung, und barrierefreie Toiletten sind vorhanden. Die Ausstellungsräume im Erdgeschoss sind leicht zugänglich. Der Außenbereich mit der Gedenkstätte und den Halden ist überwiegend befestigt und für Rollstuhlfahrer gut befahrbar.
Le Bois du Cazier befindet sich in der Rue du Cazier 80 in Marcinelle und ist von Charleroi aus leicht erreichbar. Neben den Museen bietet die Stätte auch Wechselausstellungen, eine Cafeteria und einen Buchladen. Ein Besuch lässt sich hervorragend mit einem Spaziergang über die Halden verbinden, von wo aus man einen weiten Blick über die Region genießt. Die Stätte organisiert regelmäßig Veranstaltungen und Gedenkfeiern, die die industrielle und menschliche Geschichte des wallonischen Bergbaureviers lebendig halten.
Gut zu wissen
- Reservierung
- Keine Reservierung für Einzelbesuche erforderlich. Für angepasste Führungen für Gruppen mit eingeschränkter Mobilität kann vorab über die Website reserviert werden.
- Stoßzeiten und ruhige Zeiten
- Voll am 8. August (jährliche Gedenkfeier zum Grubenunglück) und in den Schulferien. Werktags ruhig; ideal für einen ausführlichen Besuch der drei Museen.
- Hinweise
- Drei Museen und Gedenkstätte vollständig zugänglich über Aufzüge und Rampen. Die Halden (Bergehalden-Wege) sind teilweise bis zu einem Aussichtspunkt befahrbar — weiter zu fahren wird für gewöhnliche Rollstühle nicht empfohlen.
- Besuchstipp
- Behindertenparkplätze direkt am Eingang. Lässt sich gut mit dem BPS22 oder dem Musée de la Photographie in Charleroi kombinieren für einen halben Tag Hennegauer Kulturerbe.